Naturschutzstation HerrenhaideAktuelles

Auf Libellentour in der Naturschutzstation Herrenhaide

mit Dr. Thomas Brockhaus

Libellen beobachten auf der Blumenwiese in der Naturschutzstation Herrenhaide - Foto: Susanne Vollendorf
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Libellen beobachten auf der Blumenwiese in der Naturschutzstation Herrenhaide - Foto: Susanne Vollendorf

Die Naturschutzstation beherbergt viele verschiedene Lebensräume. Dazu gehören auch der große Teich und kleinere Gewässer im Umfeld sowie der Holzbach im Schwarzholz, dem angrenzenden Wald. Sie alle sind Entwicklungsstätten für Wasserinsekten, auch für eine ganze Reihe von Libellenarten. Auf einer kleinen Exkursion mit interessierten Naturfreunden konnten am 9. Juni ohne viel Mühe neun Arten gefunden werden. So auch die attraktive Gebänderte Prachtlibelle. Sie ist eigentlich eine Fließgewässerart. Aber im Stationsgelände hat sie auch gute Plätze zur Nahrungssuche und zur Partnerfindung.

Libellen sind Insekten mit einer hochkomplexen Biologie. Ihre Larven leben räuberisch im Wasser und erbeuten mit einer in der Natur einmalig entwickelten Fangmaske ihre Beute. Auch die erwachsenen Tiere ernähren sich von anderen Insekten, die sie oftmals im Flug erbeuten. Libellen gehören zu den gewandtesten Flugtieren und heutige Biotechniker versuchen, die Abläufe des rasanten Fluges zu erkunden, um sie für technische Entwicklungen nutzbar zu machen. Aber noch bergen die Tiere in ihrer Lebensweise viele Geheimnisse, die es zu erkunden gilt. Eines aber ist sicher – Libellen stechen nicht! Die Legebohrer, welche die Weibchen mancher Arten haben, dienen lediglich der Eiablage und Fortpflanzung und damit der Erhaltung ihrer Art. – Dies sei ihnen gestattet!

Calopteryx splendens. - Foto: Thomas Brockhaus
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Calopteryx splendens. - Foto: Thomas Brockhaus

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